Neulich war Cachewartung und einer ging hin...
Geschrieben von: geoparden   
Samstag, den 03. Oktober 2009 um 22:18 Uhr

Was einem bei der Cachewartung so durch den Kopf geht -
eine knallharte Enthüllungsreportage (Teil I)


Vor ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen und die Pflicht, mal nach ein paar meiner Caches zu sehen, bei denen anscheinend oder scheinbar eine Wartung nötig war. Dabei fällt so einiges auf, was ich hier in ein paar Worte kleiden will.

Location

Koordinaten

In letzter Zeit wird häufiger die Genauigkeit der angegebenen Koordinaten bemängelt. Das ist offenbar nicht nur bei meinen Caches so, sondern ist auch in den Logbucheinträgen anderer Caches zu lesen. Dabei werden immer häufiger Abweichungen von unter 10m aufgerufen und gerügt.

Nach meiner Beobachtung betrifft das vor allem ältere Caches, deren Versteckdatum in der Prä-Sirf-III-Ära liegt und die mit - wie in meinem Fall - einem sich mittlerweile vorsintflutlich anmutenden etrex yellow eingemessen wurden. Die Dinger sind eben nicht so leistungsfähig und empfindlich gewesen. Wenn ich heute an meinen Caches Wartung mache, die schon 3-5 Jahre liegen, messe ich mal nach und korrigiere entsprechend, wie zum Beispiel am „Sturm“, wo sich dadurch eine Verschiebung von 12m ergab.

Die Empfangsverhältnisse dort sind aber immer noch so schlecht wie früher: dichter Nadelwald und steile Hanglage. Das verursacht auch bei einem modernen Gerät noch Fehler durch Abschattungen, die im Bereich mehrerer Meter liegen können.

Darüber hinaus spielt es eine große Rolle, wie viele GPS-Satelliten sich gerade am Himmel befinden und in welchen Winkeln zum Empfänger. Stehen die Satelliten sehr flach am Horizont oder alle in einer Linie „hintereinander“, muss man mit einem deutlich schlechteren Signal rechnen. Das tun aber offenbar manche Leute nicht und beschweren sich dann über ungenaue Koordinaten.

Es würde zur nervlichen Enspannung sowohl von Sucher wie Verstecker beitragen, wenn man sich bewußt wäre, dass man in der Regel bei guten Bedingungen mit einer Genauigkeit von 10-12m, bei sehr guten Bedingungen mit 3-5m rechnen kann. Nicht mehr und nicht weniger.Übrigens, liebe Eigentümer eines Garmin-Empfängers: Was das Gerätchen da anzeigt, ist nicht die Genauigkeit, auch wenn es so drüber steht, sondern der Kreis, in dessen Radius sich das erhoffte Döschen mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% befindet. Alles klar?

Versteck

Manche Verstecke sehen aus, als hätte ein ganzes Football-Team an der location sein Abschlusstraining vor dem Superbowl-Wochenende absolviert.

Auch sehr hübsch ist das Phänomen des Besserversteckens. Das führt dann ab und an mal dazu, dass man als Owner seinen eigenen Cache suchen muss.

Ebenfalls ein Quell immer wiederkehrender Freude ist die Art, wie offenbar manche Leute beim Wiederverstecken mit der Dose umgehen. Gerissene Deckel, abgerissene Laschen, verbeultes Blech…

Was ist an folgendem Satz so schwer zu verstehen?

Verstecke den Cache wieder so, wie Du ihn vorgefunden hast.

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Zoppo Trump  - Über Richtigkeit und Genauigkeit und... |05.10.2009 22:57
die babylonische Sprachverwirrung:
http://www.kowoma.de/gps/zusatzerklaerungen/Praezision.htm
Also mit einer falschen Richtigkeit von 12m sollte man in der Regel noch ganz gut zurechtkommen, wenn man die Augen auch mal vom Gerät löst. hängt natürlich auch immer vom Gelände ab. Je, steiler das Gelände desto größer die Abweichung und desto größer der gefühlte Schmerz :cheer:
Mikrodosen im unisono Wald bei einem Suchradius von 35m zu suchen ist wohl nur was für Mentalasketen, ein üblich getarnter Regular kann auch bei einer solchen falschen Richtigkeit Minutensache sein.
(Klugscheißermodus aus!)
Cheers
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Oktober 2009 um 21:35 Uhr