
| Das Garmin GPS-Festival - ein persönliches Resümee |
| Geschrieben von: HaJoSoCha |
| Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 14:00 Uhr |
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Ja, wir haben es gewagt und sind zum GPS-Festival auf Zollverein nach Essen gefahren. Was wurde im Vor- und jetzt auch im Nachhinein nicht alles diskutiert und debattiert; ich möchte das hier gar nicht mehr alles aufrollen, es hat sich bestimmt schon jeder sein Bild gemacht. Das hier sind unsere ganz persönlichen Eindrücke: Unser Plan hinzufahren reifte schon ganz früh, wurden doch "Kletterkurse" für wenig Geld angeboten und die Location hat uns auch gereizt. Dass dort nicht nur Geocacher sein würden, war schnell klar, heißt das Ganze doch "GARMIN GPS Festival" und die Liste der Aussteller hatte auch "fachfremde" Namen wie z.B. Motorpresse Verlag und ähnliches zu bieten. Aber wo kann man schon für nahezu lau 4 Stunden unter Anleitung klettern? Wir haben dann auch nur den Samstag als Besuchstag eingeplant und das hat auch völlig gereicht. Wer Messen kennt weiss, dass man mit einem straffen Zeitplan eigentlich am Besten fährt. Alles was darüber hinausgeht, sind Gimmicks. Und so hatten wir von 10 bis 15 Uhr Kletterkurse besucht (spektakulär war das Abseilen an einer Brücke über der Kokerei), zwischendrin mal an den Ständen herumgeguckt und auch ein paar Caches gesucht (eher geloggt, siehe unten Bildmitte). ![]() Hier setzt ja in der Zwischenzeit der Hauptkritikpunkt der Cacher an, deshalb will ich mal meine Sicht der Dinge schildern. Dass kein Mensch der Welt den Guidelines folgend 40 (!) Caches aller Art (zum Teil mit Final-Alternativen wegen des erwarteten Andrangs) auf dem Gelände auslegen kann, dürfte selbst denjenigen klar sein, die das erste Mal was von einer Abstandsregel gehört haben. Schlecht allerdings ist es, die Cacher-Gemeinde im Unklaren zu lassen, welche Caches freigeschaltet werden. Im Klartext: von einem professionellen Cache-Event würde ich erwarten, dass man sich vorher darum kümmert wie man Caches legt und vor allem dafür sorgt, dass auch alles vor dem Event steht und nicht nachher häppchenweise freigeschaltet wird oder auch nicht. Das sorgt für Unmut unter den Statistikcachern. Wir waren ja eigentlich nicht zum Cachen da, aber wenn irgendwo eine Menschenmasse stand, haben wir uns dann einfach mal zum Loggen angestellt. Das ist wie an einer Bushaltestelle: man lernt immer wieder neue Leute kennen. Das Gleiche gab's damals übrigens auch schon beim Mega in Weston-super-Mare (siehe http://img.geocaching.com/cache/log/8673da10-7224-434a-8e49-c5b36ff44ab7.jpg). Ob das "richtiges" Geocachen ist, kann jeder selbst beurteilen, meins ist es eigentlich nicht, aber irgendwie macht sowas auch mal Spaß. Es wird oft bemängelt, das Standpersonal hätte nicht gewusst was Geocaching ist, aber da hatten wir scheinbar Glück. Am ersten Stand haben wir uns eine Tüte mit Coin und SD-Karte geschnappt (und Tonnen von Werbematerial, aber es ist ja eine Messe und der nächste Papiereimer war nicht weit), am nächsten dann einen Pack ausgedruckte Listings (ohne Vorbereitung hat paperless Caching keinen Reiz und auch keinen Sinn). Jedesmal bekamen wir fundierte Antworten, vielleicht auch weil ich eher zu den Männern als zu den blonden Häschen ging. ![]() Die Messe selbst war angenehm, ein Aussengelände vor einer Bühne, auf der im ständigen Wechsel irgendwelche Aussteller und ihre Ware vorgestellt wurden, und eine kleine Halle, in der sich auch irgendwo die Logbücher für das Event versteckten. Überall kompetente Ansprechpartner, wir haben dann auch gleichmal ein "wenig Kletterzeugs" gekauft, bei einer Messe muss man ja was kaufen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Ganze eine solide Veranstaltung war. Es war halt nicht der Cache-Event (auch wenn irgendwann einmal das Mega-Icon dazukam), aber es war auch was für Cacher dabei (das Geocaching-Masters lass ich mal außen vor. Erstens, weil ich nicht wirklich verstanden habe, um was es da gehen soll und zweitens weil ich gar nicht drauf geachtet habe). Wenn der Veranstalter aus den Fehlern lernt (Caches gehören vorher veröffentlicht, dann hat man auch mehr Spaß dran), dann könnte sich so ein Festival auch in der Cacher-Gemeinde durchaus etablieren. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 14:03 Uhr |
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