GAO warnt vor GPS Ausfällen ab 2010
Geschrieben von: Oetzi5300   
Freitag, den 03. Juli 2009 um 10:19 Uhr
Die US Ausichtsbehörde (GAO - Government Accountability Office) warnt ab 2010 vor Ausfällen im Satellitennavigationssystem GPS. Die US-Luftwaffe wird nach einer aktuellen Studie der GAO nicht in der Lage sein bis 2010 der dringend nötigen GPS-Nachrüstung gleichzukommen. In ihrem Bericht stellt die GAO erhebliche Probleme bei der Beschaffung von Satelliten der dritten Generation fest. Ausserdem habe das Satellitenprogramm IIF schon 870 Millionen Dollar mehr verschlungen als ursprünglich geplant.
In dem Bericht der GAO wird eindringlich vor möglichen Folgen durch ausfallende Satelliten gewarnt. Kommt es zu  Ausfällen mehrer Satelliten könnte die GPS-Satellitenkonstellation nicht mehr den GPS-Dienst liefern, zu dem  die Regierung der USA verpflichtet ist.
Dies könnte für erhebliche Störungen sowohl bei militärischen Operationen als auch im zivilen Bereich sorgen.

Neben dem GPS (Gobal Position System) gibt es nur noch das bisher rein militärische genutzte, russische GLONASS. Im Aufbau befinden sich das chinesische COMPASS System und das europäische GALILEO, das als einzigstes System keinen militärischen Hintergrund hat, sondern vom EU-Parlament vorallem zur zivilen Nutzung dienen soll. Das Galileo-System soll entgegen früheren Planungen mit dem modernisierten NAVSTAR-GPS-System kompatibel sein. Dies hat den Vorteil das immer 15 Sateillten zu Signalerfassung dienen und somit eine weit höher Abdeckung zur verfügung steht. Galileo soll 2014 in Betrieb genommen werden.
Das Projekt GATE ermöglicht bereits heute den Test von Galileo-Empfängern. Bei diesem Projekt wurden im Bereich um Berchtesgarden terrestrische Funkanlagen erstellt, die Signale senden wie später das Galileo senden soll.

Ein paar Eckdaten zu Galileo:
  • Gesamt kosten bis zur Bereitstellung: 3,6 Milliarden Euro
  • Geplante Betriebskosten pro Jahr: 220 Million Euro  
  • 30 Satelliten (davon 3 Ersatzsatelliten) die in 23.260km die Erde umkreisen
  • Genauigkeit bis in den Zentimeterbereich
  • Länder  ausserhalb der EU die sich am Galileo-Projekt beteiligen: China (280 Mio. Euro), Indien (300 Mio. Euro),  Israel, Marokko, Saudi-Arabien, Schweiz (30 Mio. Euro), Norwegen, Südkorea, Ukraine und Australien.
  • Die USA stehen dem Galileo-Projekt skeptisch gegenüber, vorallem auf die Gefahren einer unkontrollierten militärischen Nutzung.
  • Gelder zur Finanzierung von Galileo sollen vorallem durch Einsparungen im Argarbereich kommen.
  • Dienste die Galileo anbietn wird
  1. Offener Dienst (Open Service, OS) Der offene Dienst soll die Bestimmung der eigenen Position kostenfrei ermöglichen.
  2. Kommerzieller Dienst (Commercial Service, CS) soll kostenpflicht werden, und vorallem für Sicherungselemente dienen (zb. Flugsicherung ect.)
  3. Regulierter Dienst (Public Regulated Service, PRS) dieser soll ausschließliche hoheitlichen Aufgaben zur Verfügung stehen, Polizei, Bundesgrenzschutz, Küstenwache, Zoll, Geheimdienste.
  4. Such- und Rettungsdienst (Search and Rescue, SAR) ein einheitliches System für die Rettungsdienste zur Erfassung von Notsendern. Auch soll erstmals eine Rückantwort an den Sendenden möglich sein.
  • Durch die Kompatibilität von Galileo zu GPS stehen dem Anwender mit entsprechenden Empfängern dann bis 60 Satelliten zur Verfügung Cool
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 08. Juli 2009 um 13:14 Uhr
 

Neue Geocaches

Westpfalz Forum

Wer ist online?

Wir haben 10 Gäste online
 3 User im Chat
 70 Follower bei Twitter